Wenn du nach Logo-Preisen suchst, findest du alles zwischen 5 Euro beim Online-Generator und 50.000 Euro bei einer großen Agentur. Beides ist für die meisten Unternehmen die falsche Antwort. Schauen wir uns an, was ein Logo für ein kleines oder mittleres Unternehmen realistisch kostet — und warum.
Realistische Preisspannen
Für lokale Unternehmen, Selbstständige und kleine Marken bewegen sich seriöse Logo-Preise grob in diesen Bereichen:
Die Spannen sind bewusst grob. Der konkrete Preis hängt vom Umfang ab — siehe unten.
Was den Preis bestimmt
Ein Logo ist nicht gleich ein Logo. Diese Faktoren machen den Unterschied:
1. Strategie statt nur Optik
Ein billiges Logo ist meist nur eine hübsche Form. Ein durchdachtes Logo entsteht nach der Frage: Wer ist die Zielgruppe, wie soll die Marke wirken, wo wird das Logo überall eingesetzt? Diese Vorarbeit kostet Zeit — macht aber den Unterschied zwischen „sieht nett aus“ und „funktioniert“.
2. Anzahl der Entwürfe & Korrekturschleifen
Wird dir ein einziger Entwurf vorgelegt oder mehrere Richtungen? Wie viele Korrekturrunden sind drin? Mehr Auswahl und Feinschliff bedeutet mehr Aufwand — und damit Preis.
3. Die gelieferten Dateien
Ein professionelles Logo bekommst du als Vektordatei (SVG, PDF, EPS), die in jeder Größe scharf bleibt — vom Visitenkarten-Print bis zur Fahrzeugbeschriftung. Dazu Varianten für hell und dunkel, ein Favicon und klare Vorgaben zur Nutzung. Wer nur ein einzelnes JPG liefert, liefert nicht das, was du wirklich brauchst.
4. Markenkontext
Ein einzelnes Logo ist günstiger als ein kompletter Auftritt mit Farben, Schriften, Visitenkarten und Vorlagen. Überleg dir vorher, ob du nur ein Logo brauchst oder den Anfang einer Marke.
Warum 5-Euro-Logos teuer werden
Logo-Generatoren und KI-Tools wirken verlockend günstig. Das Problem zeigt sich später: Die Form ist oft nicht einzigartig (tausende nutzen ähnliche Vorlagen), die Dateien sind nicht sauber, und spätestens beim Druck oder bei der Beschriftung stehst du ohne Vektordatei da. Du zahlst dann doppelt — einmal für das Tool, einmal für die richtige Lösung danach.
Woran du seriöse Arbeit erkennst
- Es wird nach deinem Unternehmen, deiner Zielgruppe und deinem Einsatzzweck gefragt — nicht sofort gestaltet.
- Du bekommst saubere Vektordateien und Varianten, nicht nur ein Bild.
- Das Logo funktioniert auch klein, einfarbig und auf dunklem Hintergrund.
- Der Preis ist transparent an den Umfang gekoppelt, nicht willkürlich.
Logo oder gleich Markenauftritt?
Wenn du gerade startest oder neu auftreten willst, lohnt sich oft der Blick aufs Ganze: Logo, Farben, Schrift und ein paar Vorlagen ergeben einen einheitlichen Auftritt statt einer Einzeldatei. Das wirkt sofort professioneller und spart später Geld, weil nicht jedes Mal neu gestaltet wird. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Corporate Design.